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Auf Burgstallers 400 Jahre alter Alm
Eines unserer absoluten Programm-Highlights
ist die gemeinsame Fahrt auf unsere Alm in St.Oswald. (Fahrt mit eigenem PKW,
Wohnmobil-Camper fahren mit Herrn Burgstaller).
Dort befindet sich unser Almhaus "Dolzer", das vor ca. 400 Jahren
erbaut wurde und im Sommer als Ferienquartier für die Rinder des Bauernhofes
in Döbriach diente. Daneben befindet sich die alte Flodermühle (Flodern
sind turbinenartige Mühlräder, die unsere Vorfahren bereits seit Jahrhunderten
und lange vor Erfindung der Turbine verwendeten, um die Wasserkraft im Gebirge
besser nutzen zu können). Rundherum befinden sich rund 100 ha unserer Waldgrundstücke.
Nach
einer kleinen Wanderung ins Gebiet des Nationalparks Nockberge gelangen wir
zum "Dolzer", wo Herr Burgstaller die interessante "Rauchkuchel"
zeigt und vom Leben auf der Alm erzählt und meistens auch die Mühle
in Betrieb nimmt.
Anschließend werden vor dem Haus am Lagerfeuer Würstel gegrillt...
Die gar schaurige Sage vom Dolzer:
Die Sage von St. Oswald spielt genau auf unserer
Almhütte, wo zur Zeit der Türkenkriege ein gewisser "Benele"
wohnte. Dieser besaß einen wertvollen Goldschatz. Als die Türken
ins Land zogen und mordend und brandschatzend auch in die hintersten Täler
Kärntens vordrangen, entschloß sich Benele, diesen Schatz zu verstecken,
um ihn vor den Türken zu retten.
Als er, nachdem die Türken vor Wien vernichtend geschlagen wurden und sich
zurückzogen, seinen Schatz wieder hervorholen wollte, stellte er fest,
daß er ihn so gut versteckt hatte, daß er ihn selbst nicht mehr
finden konnte. Verzweifelt suchte er tage- und wochenlang, bis er sich, mittlerweile
völlig wahnsinnig, nahe des Hauses aus Verszweiflung erhängte.
Doch er fand keine Ruhe! Sein Geist soll seit dieser Zeit am Dolzer sein Unwesen
treiben, unruhig auf der Suche nach seinem verborgenen Schatz.
Auch unsere alte Sennerin, die Lina, die fast ihr ganzes Leben am Dolzer verbracht hat, pflegte zu erzählen, wie sie jeden Abend für den Benele ein Stück Speck und Brot vor die Haustür gelegt hat - und wie es am nächsten Tag immer verschwunden war...
Auch
mit modernen Mitteln konnten wir den Schatz bisher noch nicht finden. Unser
Metallsuchgerät förderte am Dolzer bisher nur rostige Nägel zu
Tage. So wird Benele auf seine Erlösung wohl noch warten müssen...
...und obwohl das Gebäude heute nicht mehr bewohnt wird (jedenfalls nicht
von Lebenden), geben wir immer acht, daß ein paar Lebensmittel für
den armen Benele im Haus sind!